BIRD UX - Beyond Interfaces, Real delight

Get in touch

hallo@birdux.studio

Phone Berlin 0171.12 45 07 3
Phone Mannheim 0177.71 38 208
BIRD CARES

CARE: Der ethische Webseiten-Check

Mit dem BFSG und dem DSA sind Unternehmen verpflichtet, digitale Angebote barrierefrei zu gestalten und Dark Patterns zu unterlassen. Unser CARE-Check prüft eure Webseite auf kognitive Hürden, Inklusion und Ethik, bevor sie zu einem Problem werden können.

Was ist der CARE-Check?

Unser CARE-Check (bzw. Audit) zeigt euch, ob eure Website oder App wirklich funktioniert – nicht nur technisch, sondern für die Bedürfnisse von Menschen.

Wir schauen uns eure wichtigsten Seiten oder Prozesse an (z.B. Spendenprozess, Bewerbungsformular, Kursanmeldung) und prüfen sie entlang von vier Dimensionen:

Cognitive · Accessible · Responsible · Ethical – kurz: CARE

Wir prüfen Eure Inhalte also auf Barrierefreiheit, sowie eine Reihe von nachteiligen Design Entscheidungen, die auch unabsichtlich angewendet werden können, wie z.B. manipulative Design-Tricks (sog. Dark Pattern), kognitive Überladung sowie exkludierende Inhalte, die ethisch problematisch sein können.

Anschließend bekommt Ihr einen Report mit konkreten Handlungsempfehlungen – verständlich, umsetzbar, priorisiert. Kein Buzzword-Bingo, sondern klare Antworten: Was ist das Problem? Warum ist das ein Problem? Und wie beheben wir es?

Für wen ist der CARE-Check gedacht?

Das CARE-Audit richtet sich an Organisationen, die Verantwortung übernehmen wollen – nicht nur funktional, sondern gesellschaftlich:

  • Social-Impact-Startups & wertegetriebene Unternehmen (ESG, Purpose-driven)
  • NGOs & soziale Initiativen
  • Hochschulen & Bildungseinrichtungen
  • Politische Organisationen & Stiftungen
  • Städtische & kommunale Unternehmen (z. B. Stadtwerke, Wohnungsgesellschaften, Verkehrsbetriebe)

Die vier CARE-Dimensionen

Cognitive – Überfordern wir Menschen?

Stellt euch vor, jemand will bei euch spenden. Aber eure Spendenseite zeigt 12 Betragsoptionen, acht Pflichtfelder und drei Checkboxen gleichzeitig. Die Person ist überfordert, klickt frustriert weg – und spendet nicht.

Das Problem: Zu viele Informationen, Optionen oder Entscheidungen auf einmal überlasten das Gehirn. Menschen brechen ab, machen Fehler oder treffen suboptimale Entscheidungen.
Wir prüfen auf Grundlage von psychologischen Erkenntnissen zu Arbeitsgedächtnis und Entscheidungskomplexität

  • Sind zu viele Optionen gleichzeitig sichtbar?
  • Müssen Nutzer*innen Infos an mehreren Stellen zusammensuchen?
  • Ist die Struktur klar – oder muss man raten, wo was ist?

Ziel: Eine Website/App, die Orientierung gibt, statt zu überfordern – und damit faire, verständliche Nutzungserlebnisse schafft.

Accessible – Schließen wir Menschen aus?

Ein typisches Szenario: Jemand mit Sehschwäche will sich für euren Kurs anmelden. Aber die Schrift ist grau auf hellgrau – also für diese Person kaum lesbar. Eine Person hat einen Tremor – und die Buttons sind winzig klein, und für diese Person somit kaum bedienbar. Die Person gibt auf und meldet sich woanders an.

Das Problem: Schlechte Kontraste, zu kleine Elemente, fehlende Beschriftungen oder unklare Strukturen schließen Menschen aus – nicht nur Menschen mit dauerhaften körperlichen Einschränkungen, sondern auch ältere Menschen, gestresste Menschen oder Leute mit schlechtem Internet.

Wir prüfen je nach Paket 1 bis 3 Themen auf Basis des WCAG 2.1 (Level AA) – dem rechtlich bindenden Standard für Barrierefreiheit in Europa (BFSG) – z.B.

  • Sind Kontraste stark genug? (Texte, Buttons)
  • Sind Überschriften klar strukturiert? (Hierarchie)
  • Sind Formulare verständlich beschriftet? (Labels, Fehlermeldungen)

Wichtig: Das ist kein vollständiges WCAG-Compliance-Verfahren (kein technischer HTML-Code-Check, kein Screenreader-Test). Wir konzentrieren uns auf UX- und UI-relevante Barrieren, die ihr realistisch angehen könnt. 

Ziel: Eine Website/App, die für möglichst alle nutzbar ist – unabhängig von Fähigkeiten oder Situation (z.B. unterwegs, laute Umgebung, grelles Licht).

Responsible – Manipulieren wir Menschen?

Angenommen, jemand möchte eigentlich keinen Newsletter abonnieren, aber statt einem neutralen “Nein danke“-Button steht da z. B. “Nein, ich möchte keine wichtigen Updates erhalten” oder “Nein, ich verzichte auf kostenlose Infos”. Die Person fühlt sich schlecht – und klickt vielleicht doch auf “Ja”, obwohl sie eigentlich nicht wollte.

Das Problem: Solche Formulierungen nennt man Confirmshaming – sie setzen Menschen unter emotionalen Druck und wollen ein schlechtes Gewissen erzeugen. Viele Organisationen nutzen das unbewusst, weil sie denken “wir wollen doch nur helfen!” Aber: Es kann als Manipulation wahrgenommen werde. Und teilweise ist es sogar rechtlich problematisch (Digital Services Act, DSA)

Wir prüfen auf der Grundlage zur Dark Pattern Forschung und aufgrund psychologischer Erkenntnisse u. a.:

  • Sind Dinge vorausgewählt, die es nicht sein sollten?
  • Sind wichtige Infos gut auffindbar?
  • Werden Menschen unter Druck gesetzt? 
  • Gibt es Stellen, wo Nutzer*innen besonders anfällig sind solche Dinge zu übersehen?

Ziel: Problematische Muster sichtbar machen, bevor sie zum Problem werden können, egal ob sie bewusst oder unbeabsichtigt entstanden sind

Ethical – Behandeln wir Menschen fair?

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Bewerbungsformular fragt standardmäßig nach “Herr/Frau” – aber eben nicht nach “divers” oder bietet ein offenes Feld an. Oder eure App/Seite sammelt mehr Daten, als sie eigentlich braucht – ohne das transparent zu erklären wofür z. B. könnten sich Nutzer*innen fragen: Warum wird dafür meine Telefonnummer benötigt?

Das Problem: Versteckte Annahmen (z.B. “alle sind männlich oder weiblich”) unhinterfragte, ggf. eingefahrene Strukturen (z. B. Telefonnummerabfrage ist einfach Standard) sowie fehlende Transparenz bei Datennutzung oder einseitige Darstellungen können Vertrauen und wahrgenommene Fairness verletzen.

Wir prüfen auf Grundlage etablierter Frameworks aus UX-Forschung und ethischer Gestaltungsprinzipien:

  • Gibt es Hinweise auf Bias oder Exklusion? (z.B. einseitige Annahmen, fehlende Optionen)
  • Ist Datennutzung transparent erklärt?
  • Entspricht euer UX ethischen Gestaltungsprinzipien? (z.B. Autonomie, Respekt, Fairness)

Ziel: Eine Website/App, die nicht nur regelkonform, sondern auch fair, respektvoll und vertrauenswürdig ist.

CARE-Pakete im Vergleich

Alle Pakete beinhalten einen Check aller CARE-Dimensionen (Cognitive, Accessible, Responsible, Ethical), einen strukturierten CARE-Report (PDF) mit wissenschaftlicher Fundierung, sowie priorisierte Handlungsempfehlungen (Quick Wins + strategische Empfehlungen).

Essentials

4.900 € zzgl. MwSt.

Dauer: 5 Tage

Für kleine Teams und erste Quick Wins.

Kick-Off & Discovery
60 Min.

Audit-Umfang
max. 8 Seiten / 1 Prozess

Ansichten
1 (Desktop oder Mobile)

Cognitive Audit

Accessibile Audit
1 Thema

Responsible Audit

Ethical Audit

CARE-Report (PDF)

Priorisierte Handlungsempfehlungen (PDF)

Ergebnis Workshop

Follow-up-Call

Impact

6.900 € zzgl. MwSt.

Dauer: 2 Wochen

Der Sweet Spot für NGOs, Politische & wachsende Organisationen, Stiftungen & Hochschulen.

Kick-off & Discovery
90 Min.

Audit-Umfang
max. 12 Seiten (in 1-2 Prozessen)

Ansichten
2 (Desktop, Mobile oder Tablet)

Cognitive Audit

Accessibile Audit
2 Themen

Responsible Audit

Ethical Audit

CARE-Report (PDF)

Priorisierte Handlungsempfehlungen (PDF)

Ergebnis Workshop
60 Min.

Follow-up-Call

Deep Dive

9.500 € zzgl. MwSt.

Dauer: 4-6 Wochen

Für Impact-Startups & Organisationen mit höherer Komplexität wie z. B. städtische & kommunale Unternehmen.

Kick-off & Discovery
90 Min.

Audit-Umfang
max. 16 Seiten (in 1-2 Prozessen)

Ansichten
2 (Desktop, Mobile oder Tablet)

Cognitive Audit

Accessibile Audit
3 Themen

Responsible Audit

Ethical Audit

CARE-Report (PDF)

Priorisierte Handlungsempfehlungen (PDF)

Ergebnis Workshop
90 Min.

Follow-up-Call

So läuft der CARE-Check ab

Unverbindlicher Erst-Call (15–30 Minuten) 

Wir lernen uns kennen, klären eure Anforderungen und beantworten offene Fragen. Erst dann entscheidet ihr, ob ihr eines der Pakete buchen möchtet.

Kick-off & Discovery (60–90 Minuten)

Wir priorisieren gemeinsam: Welche Prozesse oder Seiten sind am wichtigsten? (z.B. Spendenprozess, Bewerbungsformular, Kursanmeldung)

Analyse (Dauer ist abhängig vom Paket)

Wir führen eine systematische Analyse entlang der vier CARE-Dimensionen durch.

Report & Handover

Ihr erhaltet einen CARE-Report (PDF) mit:

  • Executive Summary (Wo steht ihr?)
  • Detaillierte Ergebnisse pro Dimension (mit Screenshots)
  • Dringlichkeits-Einstufung der Findings 
  • Priorisierte Handlungsempfehlungen (z. B. Quick Wins, Medium-Term, Strategisch)

Je nach Paket bieten wir zusätzlich einen Ergebnis-Workshop, in dem wir den Report gemeinsam durchgehen und einen Follow-up-Call, in dem wir beispielsweise Fragen während oder nach der Umsetzung besprechen.

CARE-Audit Fragen

Welche Vorteile, auch wirtschaftlich, bringt ein ethischer Webseiten-Check?

O
P

Unser CARE-Check zeigt nicht nur Probleme, sondern schafft eine klare Grundlage für bessere Entscheidungen. Typische Effekte sind:

  • Mehr Vertrauen und Identifikation
    Eure Website/App ist fair, transparent und zugänglich. Vertrauen ist die beste Währung, denn Nutzer*innen, die sich respektiert fühlen, bleiben länger und empfehlen euch weiter.
  • Weniger Abbrüche in kritischen Prozessen
    Spenden, Anmeldungen, Bewerbungen funktionieren besser, weil Orientierung, Verständlichkeit und Usability steigen.
  • Geringeres rechtliches Risiko
    Der CARE-Check prüft DSA-relevante Patterns (Dark Patterns) und BFSG-orientierte Accessibility – und zeigt euch vorab, wo rechtliche Risiken liegen könnten.
    Wichtig: Wir sind keine Juristinnen und können keine rechtliche Compliance garantieren. Für eine rechtliche Absicherung bieten wir innerhalb des Checks die Zusammenarbeit mit spezialisierten Anwält*innen aus unserem Netzwerk.
  • Entlastung von Teams und Support
    Wiederkehrende Stolpersteine, Rückfragen und Frustrationsmomente werden systematisch reduziert.

Was bedeutet 'Prozess' genau?

O
P

Ein Prozess ist ein klar abgegrenzter Teil eurer Website/App, der z. B. mehrere Status oder Seiten umfasst, z.B. Registrierungsprozess, Spendenprozess, Kursanmeldung oder Profilverwaltung)

In unserem unverbindlichen Erstgespräch können wir gemeinsam klären, wo euch der Schuh am meisten drückt und besser einschätzen, welcher Prozess /welche Prozesse euch wichtig sind. Spätestens im Kick-off definieren wir gemeinsam, welcher Prozess bzw. welche Prozesse überprüft werden.

Was, wenn unser wichtigster Prozess mehr Screens hat, als im Paket enthalten sind?

O
P

Dann besprechen wir im Kick-off, ob wir:

  • Nur die kritischsten Teilbereiche dieses Prozesses analysieren (Tiefe)
  • Oder das nächstgrößere Paket empfehlen (z.B. Impact statt Essentials)

Transparenz ist uns wichtig – ihr wisst vorher genau, was analysiert wird.

Ist der CARE DSA-Check rechtlich konform?

O
P

Kurze Antwort: Wir können Risiken in der Interface-Gestaltung identifizieren, aber keine vollständige rechtliche Bewertung anbieten, da wir keine Juristinnen sind.

✅ Was wir machen:

  • Wir prüfen DSA-relevante Dark Patterns
  • Wir orientieren uns an BFSG/WCAG 2.1 (Level AA) für Accessibility
  • Wir zeigen euch vorab, wo rechtliche Risiken liegen könnten

❌ Was wir NICHT machen:

  • Rechtliche Compliance garantieren
  • Rechtssichere Dokumentation erstellen
  • Juristisch beraten

Für eine rechtliche Absicherung bieten wir innerhalb des Checks die Zusammenarbeit mit spezialisierten Anwält*innen aus unserem Netzwerk.

Ist der CARE Accessibile-Audit konform mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BSFG)?

O
P

Unser Basis-Check im CARE-Audit orientiert sich an WCAG 2.1 (AA), ist aber keine vollständige technische Überprüfung

✅ Das ist drin: UX-orientierte Empfehlungen für die gewählten Accessibility-Themen, z. B.

  • Visuelle Kontrast-Prüfung (manuelle Stichproben)
  • Headline-Hierarchien
  • Lesbarkeit & Schriftgrößen
  • Touch-Target-Größen
  • Formular-Accessibility

❌ Das ist NICHT drin: Technische Accessibility Prüfung, z. B.

  • Vollständige automatisierte WCAG-Überprüfung
  • Keyboard-Navigation-Check
  • Umfassendes Assistive-Technology-Testing
  • Code-basierte Semantik-Prüfung (ARIA etc.)
  • Screenreader-Testing auf allen Screens

Für ein vollständiges WCAG-Compliance-Verfahren bieten wir innerhalb des Checks die Zusammenarbeit mit technischen Accessibility-Expert*innen aus unserem Netzwerk.

Wie lange dauert es bis zum Start?

O
P

Nach Buchung und im Kick-off besprechen wir, ab wann wir mit dem Audit loslegen können. Je nach gewähltem Paket habt ihr dann innerhalb von 5 Tage bis 6 Wochen ein Ergebnis vorliegen.

Ist das CARE-Audit nur für neue Produkte geeignet?

O
P

Nein! Gerade etablierte Websites/Apps profitieren von einem frischen, wertschätzenden Blick.

Oft sind Probleme über die Jahre "gewachsen" und mit einem CARE-Check könnt ihr gezielt aufräumen.

Müssen wir nach dem CARE-Audit dann unsere ganze Seite umbauen?

O
P

Absolut nicht. Oft reichen minimale Anpassungen – z.B. klarere Labels, weniger Optionen gleichzeitig, transparentere Kommunikation – um einen riesigen Unterschied im Nutzer*innengefühl zu machen.

Wir priorisieren unsere Empfehlungen: Quick Wins (sofort umsetzbar), Medium-Term (mittelfristig) und Strategisch (langfristig).

Ihr entscheidet, was ihr wann umsetzt.

Interesse am CARE-Audit?

Bucht einen unverbindlichen 30-Min.-Erst-Call mit uns und findet heraus, welches CARE-Paket für euch passt.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner